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Literatur 1925-62
Sinnfindung
Wort-Bild-Brücke
vita 1962-85
Literatur 1962-85
Lebenslauf
1925 am 28.02. in Mannheim geboren 1956 2.Tochter Friderike
1943 Abitur in Freiburg/Brg. 1961 Selbstmordversuch, Scheidung unter Verzicht auf Kinder und Unterhalt,
1943-44 Arbeitsdienst, Kriegshilfdienst  
1944-46 2 landwirtschaftliche Lehrjahre   Grund: Schreibverbot seitens des Ehemanns
1946-49 6 Semester Agrikultur in Hohenheim, Diplom-Abschluss 1961-62 in München beginnt meine Laufbahn als freischaffende
1949-50 Gasthörerin an der Freiburger Uni: Botanik, Philologie,   Künstlerin unter Rücknahme des Familiennamens
  Philosophie, Hospitantin an der Gießener Uniklinik 1962 Auswanderung in die USA, Haushälterin aus Geldnot
1950-51 Au-Pair in Stockholm, Schweden 1963 begegne dem Künstler und Philosophen L.C.Kolawole
1951-52 Au-Pair in Paris, Frankreich 1966 Rückkehr nach München, Putzfrau aus Geldnot
1952 Heirat, Namensänderung in Gisela Neumann 1967 7 Monate Aufenthalt in Nigeria, Westafrika
1954 1.Tochter Isabel 1967-69 München, Galeriehilfe, Redakteurin des Galeriespiegels
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Reiselinien
1925-32 Mannheim 1950 Odenwald/Hof Illbach 1964-66 Val Verde/California, USA
1932-35 Baden-Baden 1950 Gießen 1966-67 München
1935-39 Karlruhe 1950-51 Stockholm, Schweden 1967 Ikene, Nigeria
1939-43 Freiburg 1951-52 Paris, Frankreich 1967-69 München
1943 Hotzenwald 1952-59 Ahrensbök/Holstein 1969-73 Paris, Frankreich
1943-44 Pforzheim   Bad Segeberg/Holstein 1973-85 München
1944-45 Lechbruck/Hof Sauwald   Sonthofen/Allgäu    
1945-46 Emmering/Staatsdomäne 1961-62 München    
1946-49 Hohenheim 1962-63 Larchmont/New York, USA    
1949-50 Freiburg 1963-64 New York, USA    
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Literatur
Vorstufen Traumspiele (Hauptthema: Treue trotz Folterungen   1.Gedicht in NOTA veröffentlicht, Beteiligung am
1933 1.Theaterstück: Hase + 3 Tannenbäume im Gespräch   Dramen-Wettbewerb des Fischer-Verlags
ab 1936 Marionettentheater (schwarzer Held, weisse Heldin) 1961 Scheidung, Beginn als freie Schriftstellerin
1945 Schilderung der Wanderung durch den Umsturz 1961-62 Gedicht 'Im Atem der Schatten der Steine'
1946-49 lyrische Texte z.B. philosoph. Gespräche mit Schopenhauer... 1962 graphische Gedichte über New York
ab 1949 Gedichte, Tagebuch 1962-63 1.Roman 'New York 61.Strasse
1950-51 philosophische Briefe an Fritz Neumann 1963 Deutscher Erzählerpreis, Vertrag mit dem Piper-Verlag
1951 Paris, gelebter Existenzialismus, Bezug zur modernen Kunst ab 1964 2.Roman 'Nenne mich X'
ab 1952 Gedichte, Tagebuch, Einstieg in die Malerei 1963-66 Kolawole spricht Tag und Nacht über seine Philosophie
ab 1957 Mitarbeit am Tintenfisch, Theaterstücke 1965 1.Verarbeitung im Kapitel EXPLOSION (Blauer Mohr)
Grossmutter1985
Vorspann: Die Großmutter Anna Maria Erhard entstammte einer alten Kaufmannsfamilie und heiratete 1885 in die Benderfamilie ein, die sich mit der Verarbeitung von Kork ein kleines Imperium aufgebaut hatte. Nach 12 Jahren Ehe und der Geburt von 3 Kindern wurde Ehemann Carl zu den Korkländereien und Fabriken in Spanien geschickt und so wanderte die ganze Familie aus, zuerst nach Sevilla und dann in die Nähe von Barcelona. Für die Sommeraufenthalte schenkte Carl seiner Frau ein kleines Gut namens El Pietero. Sie verbrachte hier ihre schönste Zeit, unterrichtete die Kinder selbst und fand auch Zeit für ihr Hobby, das Aquarellzeichnen.
Die ersten Jahre konnte alles nur per Pferd und Esel erledigt werden, bis das erste Auto gekauft wurde. Das Höllending sorgte für ziemliche Aufregung und wurde mit Steinen attackiert.
Gut El Pietro
Ich stamme nicht von Eva ab

Es verunsicherte meine Eltern und später meine Partner sehr, dass sie die Eva nicht aus mir herausholen konnten. Wie lange dauerte es bis ich endlich auf Lilith stieß, auf ein gänzlich anderes Frauenbild. Eine Eva scheint niemand zu ängstigen, Lilith offensichtlich Männer wie Frauen. Warum?
Irgendwann stieß ich auf die Tatsache, dass die jüdische Kabala
2 Paare im Paradies auftreten lässt. Die Frage lautete sofort: warum hat unsere Bibel das eine Paar weggelassen oder was hat man Unkenntliches daraus gemacht, damit nichts verloren geht und die Bibel 'trotzdem' recht hat?
 
Da gab es wirklich nur eine Möglichkeit: Baum der Erkenntnis und Schlange mussten diesem 2. Paar entsprechen - und was finde ich endlich?
'...die vielfach gewundene Schlange, die Lilith ist.' ( Buch Emek - Ammeleh XI) Da können mir die christlichen Interpretationen einer bösen Schlange erstmal gestohlen bleiben und ich nehme Zuflucht bei der Gnosis, wo diese Schlange dem Logos entspricht, d.h. dem Heiligen Geist. Welche Blasphemie, welch tödliches Entzücken: Lilith als inkarnierter Logos. Sie steht also dem Dogma Jesus = Christus im Wege. Nicht schlecht. Hat man sich als Frau nicht immer über die Penetranz männlicher 'Erlöser' aufgeregt? Oder habe nur ich mich darüber mokiert?
Grossmutter
Vorspann
mit Tochter Isabel
Lebenslauf
in New York
Reiselinien
Gedichteinband
künstlerischer Werdegang
Mutter

"Meine Mutter: jüngste Tochter einer hochgekommenen Kaufmannsfamilie der Gründerjahre; emanzipiert aber Klassendünkel; wuchs in Spanien auf; studierte in Heidelberg Geologie; verdiente gut in Berlin und hatte einen Auftrag nach USA; aber dann Vernunftehe: Geld gegen Adelstitel; Absturz in die Neurose, Aufopferung als Mutter bezüglich unserer Gesundheit; geistige Anregung = 0; hilft mir ohne je etwas zu verstehen, verdanke ihr den Hinweis auf den Stern-Wettbewerb, den ich gewinne; hilft bei der Finanzierung meiner großen Zeltausstellung. "

"Mein Vater: Hans von Frankenberg und Ludwigsdorf, Ur-Adel, gelistet in Gotha; Ursprung anscheinend in Messenien mindestens 1000 v.Z.; Junker am Badischen Hof; wollte Dirigent werden, was er aus Standesdünkel nicht durfte; er musste Richter werden; war unbestechlich gerecht auch unter den Nazis; spielte wunderbar Klavier und hatte einen Wander- und Fotografiertick; brach nach dem Krieg aus Angst vor französischem KZ zusammen; starb 1946."

 Vater
1966 Eigendruck der Motion-Art Hefte
künstlerischer Werdegang
1967 Niederschrift von Kolawoles 'Lagos-Manuskript'
1968 Scharze Kunst - Weisse Kunst, Galeriespiegel
  'Der Blaue Mohr', Kolawoles Biographie als Legende
1969 'Wüstes Stück mit Herz', Desch-Verlag
1970 Eine Pyramide für Kolawole, nicht veröffentlicht
  Theaterstück vom Blauen Mohr
1970-71 24 Essays für meine 1. Tochter (Verarbeitung der Präzession) 1977 Eröffnung Muiska Museum, Seminare, Vorträge
  Essays für meine 2.Tochter (1.Museumskonzept), Manifest 1978 Lehrstuhl im eigenen Museum, Nommologie
1972 Planung der Ausstellung 25.000 Jahre Wissen als Kunst 1979-81 7 Semester, Vorträge, Nommo erscheint, Aurum Verlag
1973 Aufbau eines eigenen Museums, Muiska-Museum 1982 1.Ferienkurs im Scharzwald, Rundbriefe
1973-75 Seminare und Kataloge 1984 2.Ferienkurs, Symposion, Vorträge
1975 4-wöchige Zeltausstellung 25.000 Jahre Wissen als Kunst 1985 kulturvergleichendes Lexikon, Verlag G.Meussling
1976 Rohfassung der Grundsatzwerke, Nommo, Blaue Blume ab 1985 erscheinen 'Blaue Blume' und die Semesterreihe
Reiselinien
1969-73 Paris, Einstieg in die esoterische Literatur
Portraits
  Haushaltshilfe bei amerikanischen Familien
1973 Rückkehr nach München
  Gründung des Muiska-Museums
1973-74 2-jähriges Seminar, Vereinsgründung
  Galeriehilfe in der Stuckvilla
1975 große Zeltausstellung '25.000 Jahre Wissen als Kunst'
1976-80 Bewilligung eines Stipendiums, eigenes Museum
1980 gerichtlicher Offenbarungseid, Unterstützung durch
  meine Schwester
1980-84 Ausarbeitung meiner Forschungsarbeit Nommologie
1985 erhalte die Botschaft, dass mein Initiationsweg zu Ende
  geht und meiner Seele bald erlöst wird
biographisches
Durch Gisela von Frankenbergs Leben zieht sich dieses Gefühl anders zu sein, nicht dazu zu gehören. Das geht soweit, dass sie versucht ihrem Leben ein Ende zu setzen. Für einen Neustart wechselt sie, nach klinischer Wiederbelebung, den Kontinent. Sie trifft auf den Mann, der genau dies Anderssein, diese Lilith in ihr sucht. Sie wird seine Lebenspartnerin für einen spirituellen Alleingang. Die Begegnung mit dem Afro-Amerikanischen Künstler und Philosophen L.C.Kolawole führt sie nicht nur zu einem völlig neuen Weltverständnis sondern auch zu ihrer wahren Identität. Sie entledigt sich eines Gewandes gestrickt aus den Fäden des christlich abendländischen Kulturkreises und wagt sich in absolutes Neuland.
Gedicht-Cover SEIT ICH LEBE IST DIE WELT EIN STEIN VOLLER FISCHE UND DIE SUCHE NACH GOTT IST IHRE BEWEGUNG WÄHREND DIE TAGE IM ZEICHEN DER SONNE ZEHNTAUSEND JAHRE WERDEN MAUERN STEINE DUNKEL ERST SCHWÄRZER ALS SCHWARZ ABER DANN IMMER MEHR TEILE DER FINSTERNIS VERBRENNEND DIE HÖHLEN IN HELLEN ZEMENT VERWANDELND GEMEISSELTES DAS MIR WEHT TUT

( Gedicht 'IM ATEM DER SCHATTEN DER STEINE' aus den Jahren 1961/62)