Kolawole’s Motion Art

L.C.Kolawole
Künstler und Philosoph

 

 

Künstler und Philosoph
L.C.Kolawole

Seit 1964 nennt Kolawole seine Kunst

MOTION ART

Dieser englische Begriff läßt sich schwer in die deutsche Sprache übersetzen, da MOTION nicht einfach für Bewegung steht. In gewisser Weise gehen die in den Bildern und Skulpturen benutzten Zeichen auf das Alphabet der afrikanischen Vibrationssprache zurück, von dem angenommen wird, es spiegle die unsichtbaren Schöpferkräfte des Universums wieder.

Diese Zeichen wurden einsmals sowohl getanzt wie auch in rhythmische Schlagformeln der Musik und Strukturen der Masken umgesetzt. In manchmal sich bis zur Extase steigernden Bewegungen, die einer lebendigen Schrift glichen, versuchte man mit der jenseitigen Welt in Verbindung zu treten, teils um sie in ihren Prozessen zu unterstützen, teil um ihre  magischen Kräfte in den eigenen Körper einfließen zu lassen. Bei Kolawole werden musikalische und tänzerische Elemente direkt mit den Zeichen verbunden und damit zu einer graphischen Einheit. Er sagt aber, dass man jederzeit seine Bildaussagen wieder in Musik und Tanz zurückverwandeln könne. Das geschieht aber auch bei intensiver Betrachtung oder wenn man länger mit einem seiner Kunstwerke zusammenlebt.
Denn die Ausstrahlungen wandern zunächst unmerklich, dann immer intensiver ins Blut und aktivieren dort schlafende Energien, bis der betreffende Mensch neue Lebenskräfte in sich empfindet, ja sogar die Welt mit ganz neuen Augen betrachtet. Es ist eine neue sanfte Magie der Wiederbelebung dessen, was die moderne Maschienenwelt lahmlegt.

Kolawole Museum for Primal Art

Statt in den Bildern nach Ähnlichkeiten mit den gewohnten Dingen der uns sichtbaren Umwelt zu suchen, die doch nur flüchtige Erscheinungsformen sind, sollte man eher der unhörbaren Stimme lauschen, die von dem erzählt, was sich spirituell hinter den Erscheinungen abspielt. Man sollte mit den Augen hören und wie Blinde mit der Haut sehen lernen, denn eigentlich ist MOTION-ART graphische Akkustik. Aufgebaut auf universellen Zeichen, die tatsächlich in allen Jahrtausenden und bei allen Völkern immer wieder aufgetaucht sind, wenn auch meist nur einzeln und nicht so komplett und kompakt wie bei Kolawole.-

UNSTERBLICHE SEELE,
TANZE WIEDER
DER ZAUBERGESANG RUFT

Diese Skizze zeigt den Beginn der Fixierung der 24 Grundmotive – 1969

Grundmotive nennt L.C.Kolawole eine Auswahl von 24 Zeichen, die er 1969 nach jahrelangem Grübeln in sein Notizbuch zeichnete. Oben ist ein altes Blatt aus diesem Notizbuch zu sehen. Er bezeichnet sie auch als images without imagery, in etwa unbebilderte Bilder. Ab 1970 fließen sie in seine Kunst, genannt Motion-Art ein.
Im gleichen Jahr begann G.v.Frankenberg sie zu studieren und in textliche Definitionen umzusetzen. Ihr fielen Ähnlichkeiten mit Kunstformen alter Kulturvölker, aber auch mit Formen der Natur auf. Mehr und mehr kristallisierte sich heraus, dass es sich um ein universell gültiges Alphabet handelte, einen Schlüssel zu Kultur und Natur. In ihren Seminaren, Vorträgen und Büchern zeigt G.v.Frankenberg auf, wie sich denkerisch mit ihrer Hilfe das Wissen um alles was war, ist und sein wird aus den Erscheinungsbildern herauslösen läßt.

Die 24 Grundmotive sind das Alphabet einer universell gültigen Sprache. Mit ihnen gelingt die Beweisführng des geistigen Zusammenhalts aller Menschen. Sie sind die Axt – symbolisch im Zentrum der Labyrinthe gehütet -, die die verwirrenden Erscheinungsbilder der Welt zerhackt, um die nackten Wahrheiten freizugeben.

die 24 Grundmotive