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Wellenschlag eines neuen Jahrtausends
biographische Collage – Gisela v. Frankenberg

Gisela von Frankenberg ist, wie viele andere Künstler dieser Zeit, von der Notwendigkeit ergriffen, die Gefüge und Vorstellungen der alten Welt zu zerschlagen, um Platz zu schaffen für die Schwingungen einer heraufdämmernden neuen Welt, in der nicht die festgefahrenen Bilder und Vorstellungen einer freien Balance der Phänomene im Wege stehen.

„…an alle diese:   wir wollen keine Spiegelbilder mehr sein. Wir wollen die neue Kunst da suchen, wo sie Geheimnisse verschleiert und neue schafft. Warum hat wohl der alte Rhythmus unserer Sprache und Bilder den vertrauten Wohlklang verloren? Wir sind zum Töten und Neugebären zu feige geworden und erschöpfen uns durch die Benutzung alter Mittel. Keine Sucht nach Neuem, nein, ich sehe es nicht so. Die ungeheure Schwierigkeit eines neuen Wellenganges, in dem wir zwar weltgebunden uns schon befinden, ohne wirklich mitzuschwingen.“ ( Tagebuch 1954 ).


. . . Gisela von Frankenberg . . . 1925 in Mannheim geboren . . . Schriftstellerin und Forscherin . . .  Ausstellungskonzept ‚25.000 Jahre Wissen als Kunst‘ . . . Gründerin des Muiska-Museums . . . Aufbau einer neuen ganzheitlichen Wissenschaft namens Nommologie . . .


Nach Lösung aller familiärer Bindungen und einem Neuanfang in den USA trifft sie auf den afroamerikanischen Künstler und Philosophen L. C. Kolawole. Durch diese äußerst spirituelle Verbindung erfährt sie eine enorme Bewusstseinserweiterung und trotz der immer noch brutalen Bedingungen des US-Rassismus gelingt es ihnen, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.

.“…denken wir uns mehr und mehr und bewusster in die sichtbaren und unsichtbaren Bewegungen der Natur ein, in die Linien der Ameisen, die Vibrationen der Zweige, die Wellen der Wüstenberge.“ (Aus der Einführung des Gedichts: Im Atem der Schatten der Steine)

v. Frankenberg verarbeitet diese gemeinsame Zeit auf einer Ranch in der Wüste Kaliforniens literarisch. Kolawoles Geschenk für ihr Angagement an seinen Ideen ist die Preisgabe der zeichnerisch fixierten Grundmotive, die hinter jedem Erscheinungsbild stehen. Alle weiteren Arbeiten von G.v.Frankenberg dienen dem Beweis, dass es sich tatsächlich um universell gültige Urideen handelt. Es entsteht eine neue Wissenschaft mit Museum und Lehrstuhl in München – die Nommologie. Am 8.Mai 1985 erhält sie von 2 Männern eines Klosters die Botschaft, dass ihr Initiationsweg zu Ende geht und dass ihre Seele bald erlöst werden wird. Durch sie sei in Deutschland die Tendenz zu einer Erweckung konzentriert worden. Einen Monat später verstirbt sie in München daheim bei ihren Töchtern.